Stellenausschreibung

Der Rhein-Erft-Kreis sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Ordnungsamt, Abteilung Ausländerwesen eine/ einen

Sachbearbeiterin/ Sachbearbeiter (m/w/d)

in Vollzeit.

Eine Eingruppierung kann entsprechend der Stellenbewertung, bei vorliegen der persönlichen Voraussetzungen, nach Entgeltgruppe EG 9c TVöD (vergleichbar A 10 LBesO A NRW) erfolgen. Dienstort ist Bergheim.

  • Federführung beim Vollzug von Abschiebungen im Rahmen des unmittelbaren Zwanges (Planung der Maßnahme, Abstimmung mit der Polizei, Abholung und Verbringen des Betroffenen zum Flughafen oder zum Grenzübergang),
  • Erstellung von individuellen und umfangreichen Ordnungsverfügungen (Versagungen, Ausweisungen, Rücknahme und Widerruf von Aufenthaltsgenehmigungen, Befristungen, Leistungsbescheide usw.),
  • Verlängerung von Duldungen, Änderung und Streichung von Nebenbestimmungen, Führen von Ausreisegesprächen, Korrespondenz mit anderen Behörden, Rechtsanwälten und Gerichten,
  • Fertigung von Haftanträgen, Vorführung beim Haftrichter, Betreuung von Beschwerdeverfahren beim Landgericht,
  • Durchführung von Außendienstkontrollen,
  • Fertigung von Ausschreibungen zur Aufenthaltsermittlung bzw. Ausschreibungen zur Festnahme von vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländern,
  • in Abstimmung mit der Team- bzw. Abteilungsleitung Anleitung und Beratung der Teammitglieder des mittleren Dienstes sowie Unterzeichnung der Arbeitsergebnisse dieser MitarbeiterInnen gem. Unterschriftsregelung.
Die Durchführung von Abschiebungen, Außenkontrollen und Haftangelegenheiten setzen die zwingende Bereitschaft voraus, Dienst zu ungünstigen Zeiten (frühmorgens, nachts, abends) zu verrichten. Hierzu gehört auch die Beteiligung an Rufbereitschaft außerhalb der Dienstzeiten und die Übernahme von Bereitschaftsdienst an Wochenenden und an Feiertagen.

Die Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, Durchsetzungsvermögen, Entscheidungsfreude, Kommunikationsfähigkeit und rhetorisch sicheres Auftreten. Erwartet werden ebenso Eigeninitiative sowie ein überdurchschnittliches Engagement und ein hohes Maß an Belastbarkeit.

Der Tätigkeitsinhalt erfordert Verhandlungsgeschick im Umgang mit und bei der Beratung von Ausländer:innen und Rat suchenden Bürger:innen, im Umgang mit Rechtsanwält:innen, beratenden Organisationen und beteiligten Dienststellen. Insofern sind auch Diplomatie, Einfühlungsvermögen und gleichwohl überzeugendes Auftreten bei Konflikten sowie die Fähigkeit zur konfliktfreien Zusammenarbeit im Team und anderen Dienststellen und Behörden gefragt.

Weiterhin muss über die Fahrerlaubnis der Klasse B (früher Klasse 3) und die Fähigkeit, einen Transporter bei Überführungen in Haftanstalten oder bei Abschiebungen zu steuern, verfügt werden.

Gute Kenntnisse im Umgang mit den klassischen IT- Büroanwendungen werden erwartet.

Die Bereitschaft, im Rahmen von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen entsprechende Kenntnisse zu erwerben, wird vorausgesetzt.

Die Stelle ist grundsätzlich für Teilzeitarbeit geeignet, jedoch muss aufgrund der Öffnungszeiten die Bereitschaft bestehen, auch nachmittags Dienst zu versehen. Daneben ist die Tätigkeit mit Dienst zu ungünstigen Zeiten (abends, nachts und früh morgens) verbunden. Auf die von der Abteilung sicherzustellende und auch durchzuführende Rufbereitschaft und Verrichtung von Bereitschaftsdienst an Wochenenden und Feiertagen, in deren Verlauf Haftvorführungen bei den Amtsgerichten und Überstellungen von Abschiebehaftgefangenen in eine Haftanstalt anfallen, wird ausdrücklich hingewiesen.

Was erwarten wir persönlich von Ihnen?

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen die Laufbahnprüfung für die 2. Laufbahngruppe, 1. Einstiegsamt (vormals: Laufbahnprüfung für den gehobenen Dienst), bzw. die 2. Angestelltenprüfung erfolgreich abgelegt haben. Beschäftigte, die über eine mindestens 20-jährige Berufserfahrung bei einem Arbeitgeber, der vom Geltungsbereich des TVöD oder eines vergleichbaren Tarifvertrags erfasst wird, oder einem anderen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber, verfügen und von der Ausbildungs- und Prüfungspflicht befreit sind, müssen die für die Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen gründlichen und vielseitigen Fachkenntnisse anderweitig nachweisen.

Beschäftigte, die am 31.12.2016 von der Ausbildungs- und Prüfungspflicht (wegen Vollendung des 40. Lebensjahres) befreit waren, bleiben für die Dauer ihres über den 31.12.2016 hinaus zu demselben Arbeitgeber fortbestehenden Arbeitsverhältnisses von der Ausbildungs- und Prüfungspflicht befreit. Diese müssen die für die Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen gründlichen und vielseitigen Fachkenntnisse ebenfalls anderweitig nachweisen.

Bewerbungen mit Prüfungsqualifikation haben jedoch größeres Gewicht. Da die Tätigkeit die Anwendung und die Umsetzung eines sehr komplexen Rechtsgebietes beinhaltet, ist das Prüfungserfordernis von ganz besonderer Bedeutung.

Der Rhein-Erft-Kreis fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern nach dem Gleichstellungsgesetz und dem Gleichstellungsplan des Rhein-Erft-Kreises. Bewerbungen von Frau-en sind daher ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen oder die Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes bereits erfüllt sind.

Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Sind Sie interessiert?

Dann reichen Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen bitte über unser elektronisches Bewerbungsportal bis zum 30.04.2021 ein. Bitte sehen Sie von einer Papierbewerbung oder einer Bewerbung per E-Mail ab.

 

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