Stellenausschreibung

Der Rhein-Erft-Kreis sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Amt für Betreuung, Pflege und Senioren zwei Vollzeitstellen als 

Sachbearbeiterin/ Sachbearbeiter (m/w/d)
in der Abteilung "Wohn-und Betreuungsaufsicht".

Die Stellen sind nach Bes.-Gr.  A11 LBesO A (vergleichsweise Entgeltgruppe 10 TVöD) bewertet. Der Dienstort ist Bergheim.

Aufgabenbereich:

Die Sachbearbeitung im Team der Wohn- und Betreuungsaufsicht erstreckt sich auf die Beratung und Überwachung von Betreuungseinrichtungen im Sinne des Wohn- und Teilhabegesetzes NRW (WTG). Betreuungseinrichtungen (früher: Heime) sind Einrichtungen, die ältere Menschen oder pflegebedürftige oder behinderte Volljährige sozialbetreuerisch, pflegerisch sowie hauswirtschaftlich versorgen. Dazu gehören Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot (z.B. stationäre Seniorenheime), Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen, Angebote des Servicewohnens, ambulante Dienste und Gasteinrichtungen.

Aufgabe der Wohn- und Betreuungsaufsicht ist dabei vor allem, die Würde, die Interessen, die Bedürfnisse, die Selbstständigkeit, die Selbstbestimmung und die Selbstverantwortung der Bewohnerinnen und Bewohner zu sichern. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die Dienstleistungen insbesondere im Hinblick auf die Qualität des Wohnens und der Betreuung, einschließlich der Pflege, dem allgemein anerkannten Stand der fachlichen Erkenntnisse entsprechen. Demzufolge liegt der Fokus auf der Frage, ob die Bewohnerinnen und Bewohner insgesamt umfassend gut betreut werden (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität).

Je nach Prüfanlass sind vereinzelt Nacht-, Wochenend- oder Mehrarbeit zu leisten. Die Prüfungen finden in der Regel arbeitsteilig im Prüfteam statt.

Das Hauptaufgabenfeld im Team der Wohn- und Betreuungsaufsicht umfasst neben der Durchführung von Beratungen zu Betriebsanforderungen und der örtlichen, meist ganztägigen Überwachungsaktionen insbesondere auch

  • die Planung und Koordination der v.g. Maßnahmen, ggf. in Zusammenarbeit mit den Pflegekassen, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen, div. Fachbehörden (Lebensmittelüberwachung, Hygieneaufsicht, Brandschutzdienststellen, Bauordnungsbehörden, staatl. Amt für Arbeitsschutz u.a.)
  • die Planung des Sachverständigeneinsatzes für die Bereiche Pflege, soziale Betreuung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, einschl. der heimrechtlichen Bewertung der entsprechenden Gutachten und der kassenmäßigen Abwicklung der Honorarabrechnungen
  • die Erstellung von Prüfberichten an die Einrichtungsbetreiber/-innen
  • den Erlass von Anordnungen, Beschäftigungsverboten oder Untersagungen sowie Bußgeldbescheiden und die Erteilung von Befreiungen

              Qualifikation:

              Die Kernaufgaben „Beratung“ und „Überwachung“ erfordern sowohl ein hohes Maß an Interesse und Einfühlungsvermögen für die besonderen Belange von älteren, hilfe- und pflegebedürftigen sowie behinderten Menschen als auch die konsequente Bereitschaft, sich hierfür im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten nachhaltig einzusetzen.

              Die Arbeit bei den zeitintensiven und fachlich komplexen Prüfungen vor Ort bedingt eine hohe physische und psychische Belastbarkeit sowie die Fähigkeit zur objektiven Beurteilung und zur fachlich fundierten Entscheidung, insbesondere bei Gefahr im Verzug.

              Der Umgang mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtungen, Beschwerdeführenden, Einrichtungsbetreibenden und –beschäftigten, Rechtsbeiständen und anderen Beteiligten setzt ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Verhandlungsgeschick, sicherem Auftreten und Durchsetzungsvermögen voraus.

              Von Vorteil sind fundierte Kenntnisse und ausreichende Praxiserfahrung in der Anwendung des Verwaltungs-, Ordnungs- und Ordnungswidrigkeitenrechts sowie die Bereitschaft zur ständigen fachlichen Weiterentwicklung. Erwartet werden Teamfähigkeit und Interesse zur Mitarbeit an der Weiterentwicklung des teambezogenen, systemorientierten Qualitätsmanagements.

              Da die Wahrnehmung der Aufgaben auch mit Außendienst verbunden ist, ist eine Fahrerlaubnis der Klasse B erforderlich, sowie die Bereitschaft, den privaten PKW gegen Kostenerstattung für dienstliche Zwecke einzusetzen.


              Die Bewerberinnen und Bewerber müssen die Laufbahnprüfung für die 2. Laufbahngruppe, 1. Einstiegsamt (vormals: Laufbahnprüfung für den geh. Dienst), bzw. die 2. Angestelltenprüfung erfolgreich abgelegt haben. 

              Die Stelle ist grundsätzlich für Teilzeit geeignet. Jedoch muss die Bereitschaft bestehen, die Arbeitszeit den dienstlichen Belangen anzupassen.

              Der Rhein-Erft-Kreis fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern nach dem Gleichstellungsgesetz und dem Gleichstellungsplan des Rhein-Erft-Kreises. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen oder die Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes bereits erfüllt sind.

              Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

              Nachfragen zum Aufgabengebiet richten Sie bitte an Herrn Commander, tel. 02271 8315178, für Fragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an Frau Bürdek, tel. 02271 8311132.

              Sind Sie interessiert?

              Dann reichen Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen bitte über unser elektronisches Bewerbungsportal bis zum 15.12.2021 ein. Bitte sehen Sie von einer Papierbewerbung oder einer Bewerbung per E-Mail ab, da diese nicht berücksichtigt werden.

               

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